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THEMA: Hobbytrain Vectron Dekoderbrücke

THEMA: Hobbytrain Vectron Dekoderbrücke
Startbeitrag
Kellerbahner - 18.07.21 14:22
Moin Forumskollegen, ich habe einen MRCE Vectron von Hobbytrain gebraucht erstanden, nach einigen Fahrten bemerkte ich ein unruhiges fahren und das bei der Fahrt jeweils das Gegenteilige Licht mit Flackert, bei öffnung der Lok Sprang mir direkt die Analogbrücke ins Auge (Foto im Anhang), könnten die Probleme daher kommen oder gibt es andere bekannte Störungen?

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Hallo,

das Flackern der "Gegenseite" im Analogbetrieb bei den HT Modellen mit der 6pol. Schnittstelle habe ich auch schon gesehen. Was man sieht ist die so genannte Gegen EMK des Motors.

Welches Fahrgerät (Trafo) benutzt Du?

Grüße, Peter W
Mahlzeit.

Kann ein Kondensator Bauteil oder eine Diode defekt sein? Kann mich nicht an den Effekt Analog erinnern. Im Digitalen ist es jedenfalls ohne Befund. Die Platinen sind ja auch anderstwo verbaut worden.

Grüße.

Moin Peter, ich betreibe die Aktuelle Anlage noch mit den Fleischmann Trafos, alle anderen Loks die ich besitze machen keine Zicken, auch weitere Hobbytrain Loks fahren ohne Probleme.
Moin Elna5, mit der Technik kenne ich mich noch nicht so aus, aber ich werde mal gucken das ich das überprüfe. Vielen Dank
Hallo Kellerbahner,
die Analogbrücke habe ich in dieser Form in verschiedenen HT Loks - ist also nichts Ungewöhnliches.

Das Flackern wird bei Kontaktproblemen (Rad-Schiene-Kontakt) durch den Motor verursacht. Ich habe mich mit der Modellierung von Motoren noch nicht im Detail beschäftigt, aber hier sollten zwei Effekte zum Tragen kommen:

1. Generatorspannung
Der Motor erzeugt eine Generatorspannung, die bei 100% Wirkungsgrad und ohne Last genau so groß und gleich gepolt wäre wie die angelegte Spannung. In diesem Fall würde, wenn der Motor "auf Touren" ist, kein Strom fließen. Wird die externe Spannung unterbrochen, dann würde die Beleuchtung weiterhin vom Motor versorgt.

2. Selbstinduktion
Der zweite Effekt ist die Selbstinduktion, es fließt ja ein Strom durch die Ankerwicklung, und der "versucht" nach Unterbrechung der Spannung weiterzufließen. Dies führt zu einer Umpolung der Spannung, d. h. dieser Effekt müsste für das Flackern der Beleuchtung entgegen der Fahrtrichtung verantwortlich sein.

Viele Grüße,
Torsten
Hi Thorsten !

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Der Motor erzeugt eine Generatorspannung, die bei 100% Wirkungsgrad und ohne Last genau so groß und gleich gepolt wäre wie die angelegte Spannung. In diesem Fall würde, wenn der Motor "auf Touren" ist, kein Strom fließen. Wird die externe Spannung unterbrochen, dann würde die Beleuchtung weiterhin vom Motor versorgt.



Wie soll das denn funktionieren, denn das Generatorprinzip bezieht sich ja auf wechselnden Magnetflüsse, die aber nur durch eine Rotation entstehen, Ein stehender Motor / Generator erzeugt keine Spannung.

https://www.kollmorgen.com/de-de/developer-network/gegen-emk/

Gruß Thomas
Hallo,

im Auslauf über Ankermasse + Schwungmasse arbeitet der Motor als Generator.

Grüße, Peter W
Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: twingo

Ein stehender Motor / Generator erzeugt keine Spannung.

Hallo Thomas,
Du hast nicht geschrieben, dass das Flackern bei bei Deinem Taurus bei stehendem Fahrzeug auftritt... In dem Fall ist der Motor natürlich eher nicht beteiligt.

Gruß,
Torsten
Hallo,

im Analogbetrieb kann bei stehendem Fahrzeug kein Flackern auftreten, da an der Schiene keine Spannung anliegt - es sei denn der Trafo ist kaputt oder es gibt mehrere Stromkreise auf der Anlage und es besteht ein Problem mit der Trennung, z.B. unerwünschte Überbrückung einer Trennstelle.

Grüße, Peter W
Hallo Kellerbahner,

wenn die Lok unruhig fährt, könnten das Kontaktprobleme sein - wegen Verschmutzung an der Lok oder Gleisen oder zu geringer Druck der Kontaktfedern an der Lok. Theoretisch könnte auch der Trafo oder die Zuleitung zu den Gleisen einen Wackelkontakt haben.

In allen diesen Fällen kann, wie Torsten in #5, 2. schreibt, die Gegeninduktion der Motorspulen so groß sein, dass am Motor die Spannung kurzzeitig umgedreht wird -> dann kann das gegenteilige Licht flackern.

Zu #6 bis #9: Kellerbahner schreibt, dass dieser Effekt bei Fahrt auftritt.

Viele Grüße, Joni
Hi Joni !

#10

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wird die externe Spannung unterbrochen, dann würde die Beleuchtung weiterhin vom Motor versorgt.



Und das geht nun mal nicht und wenn es gehen würde hätten wir keine Energieprobleme mehr.

Gruß Thomas
Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: twingo

Und das geht nun mal nicht und wenn es gehen würde hätten wir keine Energieprobleme mehr.

Noch nie was von Generator gehört ???

Und Deine Fahrzeuge fahren wahrscheinlich auch alle mit ungeregelten Decodern aus dem Digital- Pleistzän, weil bei Dir die Physik nicht funktioniert...

BTW, um Dein fehlendes Grundwissen mal etwas aufzumöbeln: Hier ist ist ein stark vereinfachtes Motor-Modell: https://www.precisionmicrodrives.com/content/a...-to-model-dc-motors/

Hallo Kellerbahner,

hast du mal testweise den Analogstecker des Vectron mit dem einer anderen Hobbytrain-Lok ausgetauscht? Wandert der Fehler mit liegt es am Analogstecker, bleibt der Fehler liegt es an was anderem.

Grüße
Markus
Hi Thorsten !

Ich möchte mich ja nicht mit Dir streiten, aber wer lesen kann ist echt im Vorteil. Vielleicht hast du Dich ja auch nur unglücklich ausgedrückt.

Siehe hier   

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

1. Generatorspannung
Der Motor erzeugt eine Generatorspannung, die bei 100% Wirkungsgrad und ohne Last genau so groß und gleich gepolt wäre wie die angelegte Spannung. In diesem Fall würde, wenn der Motor "auf Touren" ist, kein Strom fließen. Wird die externe Spannung unterbrochen, dann würde die Beleuchtung weiterhin vom Motor versorgt.



Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wird die externe Spannung unterbrochen, dann würde die Beleuchtung weiterhin vom Motor versorgt.



Wenn die externe Spannung unterbrochen wird und der Motor zum Stillstand kommt, wie soll er dann eine Spannung produzieren ?

Übrigens ist mir ein Generator durch aus bekannt.

Hier mal eine kleine Auflistung was nötig ist um einen Generator kraftwerkstechnisch zu betreiben.

Brennstoff ( Kohle, Gas, Öl, Kernenergie ) , Kessel zum erhitzen des Wassers, eine Turbine die durch das erhitze Wasser  ( Dampf ) angetrieben wird, einen Generator der durch die Turbine in Rotation gebracht wird, aber bis jetzt noch keine Spannung produziert, da fehlt noch was ausschlaggebendes nämlich die Erregung des Läufers der durch Selbsterregung oder durch Fremderregung ein Magnetfeld im Läufer des Generator erzeugt, Und wenn dann dieser Generatorsatz 3000 ( Netzfrequenz 50 Hertz ) Umdrehungen erreicht hat. wird dieser dann an das Netz angeglichen ( Synchronisieren ) dazu muss die gleiche Spannungshöhe sowie Netzfrequenz und Phasenlage ( Drehstrom ) stimmen, um dann diesen Generator zur Erzeugung unseres täglichen Energiebedarfs zu nutzen.

Nur zur Info ich habe über 22 Jahre nichts anderes gemacht, als Generatoren zu Revisionszeiten im HKW Charlottenburg ( Berlin ) Instand zusetzen. So jetzt Du wieder
Bin auf eine etwaige Antwort gespannt.

Gruß von einem E - Kraftwerker   https://www.kws-eg.com/kws/wege-zum-erfolg/kraftwerker/

Moin Thomas,

ich bin von deiner Berufsausbildung enttäuscht.

Torsten hat das eigentlich ganz gut erklärt.

Gruß Moritz
Hi Moritz !

Naja wenn Du meinst, aber mein Betrieb in dem ich 45 Jahre gearbeitet habe ( Bewag / Vattenfall ) war da anderer Meinung.
Ich war die letzten 20 Jahre Obermonteur mit Meistervertretung und betreute 25 Mitarbeiter bzw. war für diese Kollegen zuständig als Vorgesetzter. Im Bereich der Berliner Fernwärme ( Vattenfall Heat ) für elektrische Regelanlagen sowie auch für alle Pumpstationen sowie auch alle mechanischen Arbeiten, sprich Rohrleitungsbau, thermische Umsetzungen von Heizungsanlagen von Fernwärmeversorgten Anlagen, von Einfamilienhäusern bis Großanlagen ( Heizung, Klima, Lüftung )

https://de.wikipedia.org/wiki/Vattenfall_W%C3%A...%C3%A4rmenetz_Berlin

So nun Du !

Gruß Thomas

Ach ja Moritz Nachtrag, die Kraftwerkerausbildung ist eine Weiterbildung, wo man in Essen 16 Wochen lang 8 Stunden Schule hat, oder so wie ich drei Jahre lang einen Tag in der Woche zur Schule gegangen bin.
Durch diese Weiterbildung, die natürlich vorher eine Berufsausbildung voraussetzt, hat man dann die Qualifikation innerhalb eines EVU`s die Berechtigung Obermonteur, Reparatur / Schaltmeister zu werden. Gelernt habe ich Energieanlagenelektroniker.

EVU steht für Energieversorgungsunternehmen .

Hallo Kellerbahner.

Nimm das Gehäuse mal ab. Die Analogbrücke wieder richtig herum einstecken.

Dann die Lok so auf einem nicht Strom leitenden Gegenstand positionieren, sodass die Drehgestelle frei in der Luft hängen. Ein Kabel (-) an die rechte Rahmenhälfte einer der 2 Halteklauen der Platine, ein Kabel (+) an die linke Rahmenhälfte einer der 2 Halteklauen der Platine halten, Trafo mal nach links, mal nach rechts (vorwärts / rückwärts) aufdrehen. Der Lokmetallrahmen ist komplett der Länge nach halbiert und die 2 Hälften sind gegenseitig isoliert.

Ist das beobachtete Flackern / Glimmen weg? Wenn ja Drehgestellprobleme mechanisch oder elektrisch..

Flackern / Glimmen noch da? Motorproblem oder Platinenproblem.

Platine vom Lokrahmen ausbauen indem man sie aus dem Bajonettverschluß in ein Richtung raus schiebt. Vorsicht Motorfahnen nicht verbiegen, die drücken von unten an die 2 Platinenkontakte dran. Merk Dir wie die Platine drauf war, nicht verdrehen. Die 2 Lichtplatinchen sind separat an die Hauptplatine angesteckt - erst abmontieren, dann wieder anstecken zum Testen.

Dann Plus an eine Seite, Minus an die andere Seite an die Kontaktflächen wo die 4 Halter des Rahmens die Platine fixieren. Traforegler mal auf vorwärts, mal auf rückwärts drehen und Beleuchtung wieder beobachten.

Ist das Glimmen / Flackern weg? Wenn ja haste doch ein Motorproblem selbst oder im Motorstromkreis auf der Platine.

Prüfe bitte wie heiß der Motor bei längerem Dauerlauf bei kleiner, mittlerer und hoher Drehzahl wird, wenn Du ohne Hauptplatine direkt Saft an die 2 Motorfahnen gibst.

ACHTUNG: vor dem Ausbauen der Platine strickt mit einer Lupe prüfen ob auf der Unterseite LÖTPUNKTE den Rahmen leicht berühren. Zwischen Rahmenteile und Hauptplatine ist ein kleiner Luftspalt. Die 2 Lichtplatinchen sollten den Rahmen nicht berühren, meistens aber doch wegen der Buchse oder dem Stecker.

Leider verlöten die Chinesen immer wieder schlecht die Bauteile bei bedrahteten Komponenten wie Buchsen, die schwarzen Spulen, die 2 Buchsen für die Lichtplatinchen ODER ganz fiess die 2 Lichtplatinchen haben zu viel Lot wurden nicht versäubert, dann haste ungewollt Kontakt.

Manche Hobbytrainchargen diverser Loktypen sind leider sehr aufwändig für den Endkunden nach Kauf auf Qualitätsfehler zu prüfen. Sehen gut aus, haben aber so ihre Schwächen. Kennt man die erst mal dann bekommt man das auch alleine hin. Meine 3 hab ich nachgebessert und sie laufen jetzt ordentlich.

Kann sogar sein, dass noch die Lagerschalen der Schnecken beim verschrauben der Lokrahmenhälften gequetscht wurden oder die 2 Lagerschalen Schalen lassen zu viel Spiel bei der Schnecke, darf sich nicht längsseits verschieben lassen. Also diese Loks sind zu Beginn etwas wartungsintensiv. Hat man aber alles nachgebessert laufen sie ordentlich.

Ich habe sogar die Drehgestelle komplett auseinander genommen und alles entgratet, Achsen, Zahnräder samt Achsen und Löcher der Zahnradlager geprüft, dann mit Geduld sauber zusammen gesetzt.

Kein Vergleich zu KATO (mit das Beste was man am Markt bekommen kann), MTX, HORNBY und GFN vorm Verkauf an Roco, PIKO (eigenes Werk in China macht sich bemerkbar) und Brawa. Dafür sind sie halt sehr günstiges Spielzeug oder Vitrinenmodelle.

Grüße.

Frank

Hallo,

bei Gleichstrombahnen werden permanent erregte Gleichstrommotore benutzt, d.h. die Erregung erfolgt durch die Magnete - im Gegensatz zum alten Märklin Allstrommotor, der eine Statorwicklung besitzt.

Grüße, Peter W

Hallo,

zurück zum Flackern: Bei einem meiner HT Vectrons lag ab Werk ein Drehgestell Schleifer nicht richtig an, die Lok verhielt sich elektrisch quasi wie ein Zweiachser. Das fiel im Analogbetrieb nicht so auf, aber mit Sound stotterte es gewaltig.

Grüße, Peter W
Vielen Dank für eure Hilfe, ich werde mich mal probieren und dann Berichten ob es geklappt hat.
@Peter W. & Kellerbahner,

Es kann tatsächlich sein, dass mal eine Kontaktfahne der Radschleiferbleche die die Kontaktblechfedern die im Rahmen sitzen punktuell nur berühren blöd in der Kurve verrutscht ist. Muss man wieder manuell ausrichten, dann hat es auch Kontakt. Erspart vielleicht die Demontage der ganzen Lok.

Waschzettel zur Hand? Unbedingt den lesen und benutzen.


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